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Freiwilliger Polizeidienst Berlin |
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November 2002, Seite 1. |
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Aktive Bürger - Starke Gesellschaft ! |
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Ein Bericht von Christian, FP in Baden-Württemberg (PD Waldshut-Tiengen) |
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„Active Citizens – Strong Communities“, dies war das Thema einer Konferenz die vom 14. – 19.Oktober 2002 auf den Bermudas
stattfand. Bermuda, die Inselgruppe im Nordatlantik vor der Küste USA, ist autonom und eine Britische Kronkolonie. |
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Die Konferenz wurde von der Polizeireserve Bermuda, dem Bermuda Polizeidienst und der Regierung veranstaltet. Da ich seit längerem
internationale Kontakte Pflege und dadurch auch mit dem Kommandant der Bermuda Polizeireserve in Verbindung gekommen bin, wurde ich zu dieser Konferenz eingeladen. Die Kosten übernahm die RPOA (Reserve Police Officers
Association), eine US-Amerikanische Organisation für Polizeifreiwillige. |
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Es gibt immer noch einige die denken, Polizeifreiwillige gibt es nur in – in Baden-Württemberg. Es gibt sie auch anderswo:
Finnland, Niederlande, Großbritannien, Bermuda, Bahamas, USA, Canada, Südafrika, Hongkong, Singapur, Australien (+ + +). |
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Wir wurden am Flughafen von drei Angehörigen der Bermuda Police Reserve abgeholt und gleich um die langen Schlangen bei der
Einreisekontrolle herumgeführt. VIP – Behandlung ! Es war mittlerweile Mitternacht (Lokalzeit) und wir waren beide ziemlich fertig mit der Welt. Es war ein Segen ins Hotelzimmer zu kommen wo die Klimaanlage auf vollen
Touren lief. Draußen waren 32 Cº und 85 % Luftfeuchtigkeit. Ein kühles Bier auf dem Balkon mit Aussicht auf rauschende Palmen und ab ins Bett! |
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Am nächsten Tag wurde die Konferenz eröffnet. Ich hatte den Status „Chief
Delegate“ und durfte nicht nur ganz vorne im Tagungs – Saal sitzen sondern wurde auch bei der offiziellen Eröffnung vom Gouverneur, Innenminister und vom Polizeichef besonders begrüßt.Wir wurden zu unseren Plätzen
geleitet und nach einer kurzen Andacht wurde die Konferenz mit Reden des Gouverneurs, des Innenministers und des Polizeichefs eröffnet.Nach der Eröffnung standen Besuche im Parlament, Oberhaus, Gericht und
bei der Polizei auf dem Programm.Das Programm war Intensiv: Vorträge, Diskussionen, Sightseeing und für diejenige die es wollten, Nachtstreife mit der Polizei. |
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Die Themen waren vielfältig: Commandant B. Willis aus London erzählte über die Entwicklung und die guten Erfahrungen mit
Polizeifreiwilligen in London. Der Polizeichef der Bermudas und sein Stellvertreter berichteten über Personalplanung, Einsatz- Ausbildung und Erfahrung von und mit Freiwilligen, (Nur positives.....) sowie
Katastrophenplanung. Wir bekamen Vorträge über Streß – Bewältigung und die Handhabung von Massenschäden (Obwohl Bermuda nicht in der Karibik liegt, müssen jedes Jahr einige Orkan-Schäden bewältigt werden). Ein paar
Kollegen aus New York berichteten über Ihre Erlebnisse vom 11. September 2001 (World Trade Center). Ein Polizeiinstrukteur aus Boston, USA hielt einen sehr interessanten Vortrag über Drogen Mißbrauch und ein Kanadier
erzählte aus seinen Erfahrungen bei der „Royal Canadian Mounted Police“ – als einziger Polizist in der Einöde mit der nächsten Verstärkung über 1.000 KM. Weg. Hinzu kam ein kurz - Seminar über „Problemlösungstechniken“
sowie diverse andere Diskussionen und Gespräche. |
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Jeden Abend gab es Empfänge und am ersten Abend durfte ich an Commandant Eugene Vickers, Bermuda Reserve Police eine Zeichnung von der PD
Waldshut-Tiengen sowie zwei IPA – Wimpel der Vbst. Waldshut-Tiengen überreichen. Es folgten: Der Empfang beim Gouverneur, der Premierministerin, der Bacardi – Empfang sowie der Empfang beim Bürgermeister der Hauptstadt
Hamilton. |
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Donnerstag abend von 21:00 – 24:00 Uhr nahm ich an einer Abend - Streife mit Verkehrskontrolle teil und in der Nacht von Freitag auf
Samstag von 20:00 – 04:00 Uhr ging es auf Nacht - Streife. Einige Schlägereien etc. aber alles ging gut aus. Als Dankeschön für die gute Unterstützung bekam ich zur Erinnerung eine Polizeimütze und eine Warnweste mit
nach Hause. |
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Die Veranstalter achteten darauf, daß es nicht nur ums Fachliche ging, sondern man hatte auch ein umfangreiches Programm
zusammengestellt mit Besichtigung von alten Befestigungs- Anlagen, etc. Besonders beeindruckend war das Gefängnis wo konsequent alle Besucher einem Drogen - Screaning unterzogen werden (meine war negativ.!..). Ein
mulmiges Gefühl kam auf als wir zu einem kleinem Raum mit einer weißen Klappe im Boden kamen. Es war die Bodenluke des Galgen’s ! Er wurde das letzte mal im Dezember 1977 verwendet als 2 Mörder hingerichtet wurden. Die
Todesstrafe ist seitdem abgeschafft ! |
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Bermuda hat viel zu bieten. Eine wunderschöne Natur, Palmen, klares Wasser und freundliche Menschen. Wenn zudem viele Menschen
zusammen-kommen, die gemeinsame Interessen haben, kommt es schnell zu sehr guten Bekanntschaften und lebhaften Diskussionen. Viele Teilnehmer kamen aus den Bahamas und USA und ich habe schon jetzt unzählige Einladungen
vorliegen. Ich darf jederzeit mit Myron von Oakland County Sheriffs Department im Bundesstaat Michigan auf Streife gehen. Weitere Einladungen nach Bahamas, USA, Canada und Wales liegen vor. Und natürlich darf ich
jederzeit Rod in Abingdon besuchen. |
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Es war sehr interessant sich mit Polizeifreiwilligen aus so vielen verschiedenen Ländern zu unterhalten. Wir mussten fast alle
(ausser die Kollegen aus den Bermudas) feststellen, dass obwohl man überall gerne freiwillige Dienste in Anspruch nimmt (Soziales, Rettungs-dienste, Feuerwehr etc.), immer noch viel Skepsis vorhanden ist wenn jemand die
Polizei durch freiwilligen Dienst unterstützen möchte. Ist die freiwillige Feuerwehr nicht genauso „gefährlich“ und wichtig wie freiwilliger Polizeidienst? Wir mussten auch feststellen, dass es fast überall grosse
Unterschiede gibt bzgl.. Ausbildung und Ausrüstung. In Grossbritannien z.B werden die Freiwilligen mit genau dem gleichen wie die Beamten ausgestattet – incl. einer schuss- und stichfesten Schutzweste! |
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