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    Freiwilliger Polizeidienst Berlin 

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Aus dem Sammelsurium: Sabine Heldmaier’s Hundegeschichten

Über die Erlebnisse mit ihren Hunden, aufgezeichnet von einer großen, damals kleinen - Hundefreundin........

Teil 1: Der Anfang

Baggi war eine Dobermann Hündin. Vor Baggi der 2., hatten wir bereits andere Dobermann Hündinnen und einem Schnauzer.
Ihre Namen waren: Winni , Ossi , Baggi die 1. und den Schnauzer "Tilli".
Bei Tilli weiß ich nur noch , ich war ungefähr drei Jahre alt,
dass er mir den Mund abgeschleckt hat.
Ich hatte ein Marmeladenbrot gegessen und den ganzen Mund verschmiert.

Wini war eine liebe Dobermann Hündin. Sie ist im alter von neun Jahren gestorben.
Als ich ein Kind von drei Jahren war, wollte ich auf Wini reiten.

Das war an einem Sonntagmorgen. In der Nacht hatte es geregnet und ich war mit Wini im Hof, dessen Boden vollkommen durch den Regen aufgeweicht war.
Da kam ich auf die Idee auf Wini zu reiten. Sie stand neben mir und ich versuchte auf ihren Rücken zu klettern. Irgendwie gelang es mir auch, doch plötzlich machte Wini ein paar Schritte vorwärts - und ich landete in einer großen Pfütze!
Erst wusste ich nicht so richtig, ob ich heulen oder lachen sollte. In diesem Moment kamen meine Eltern mit meinem Bruder. Wir wollten mit dem Auto zu meinen Großeltern fahren und des halb hatte ich auch meine bestes Sonntagskleid an, dass jetzt vollkommen verdreckt war.

Als mich meine Eltern mit Wini so sahen, fingen alle an zu lachen. Meine Mutter nahm mich an die Hand und wir gingen in mein Zimmer, wo meine Mutter mich umzog.
Anschließend konnten wir dann endlich zu meinen Großeltern fahren, die natürlich fragten, warum wir so spät kämen.
Als meine Mutter es ihnen erzählt hatte, fingen noch mal alle an zu lachen.

Ich wurde größer und älter und auch Wini wurde älter. Mein Vater beschloss,
eine jüngere Hündin zu kaufen, ich glaube auch, um den bevorstehenden Kummer zu mindern, denn Wini´s Tod stand bevor.

Er kaufte wieder eine Dobermann Hündin Name Ossi.
Wini wurde leider Ossi gegenüber sehr aggressiv, weil sie eifersüchtig war.
Wini sah Ossi immer als Konkurrentin an und griff Ossi an, sobald sie zu nahe kam.
Es wurde so schlimm, dass mein Vater erst mit Wini spazieren ging, sie versorgte und sich anschließend um Ossi kümmerte, auch um weitere Kämpfe zwischen den Hunden zu vermeiden. Die Situation war jedoch unerträglich und mein Vater beschloss Ossi zu verkaufen.

Als Wini neun Jahre alt war, mussten wir sie einschläfern lassen. Sie war auf Grund ihres Alters sehr schwach geworden und zusätzlich auch noch krank.
Mein Vater sagte zu mir, weil ich so traurig war, dass sie unter ihren Schmerzen litt und sie nicht mehr zu heilen sei.
Weil wir Wini lieb hatten und sie nicht leiden lassen wollten, sollte sie nun endlich nur noch schlafen. Das sah ich ein.
Als sie starb, war ich elf Jahre alt und sehr, sehr traurig...........

2. Baggi, die Zweite

Als ich 13 Jahre alt war, brachte mein Vater eine 6 Monate alte Dobermann Hündin mit nach Hause. Die Hündin hieß: "Eveline von Holderbusch". Da der Name Eveline für den Hund nicht passte, sagten wir zu dem Hund "Baggi", so hieß auch die Vorgängerin.
Die erste Baggi ist leider nur 1 Jahr alt geworden. Sie starb an Gebärmutterentzündung.

Nach dem Baggi eins gestorben war, wollte mein Vater kein Hund mehr haben. Als aber ein paar Monate vergangen waren, ging mein Vater an einem schönen Samstagmittag fort. Abends kam er mit einem 6 Monate alten Welpen zurück.......

Wir wohnten damals noch über unserem Geschäft. Bevor er uns den Welpen zeigen wollte, ging er noch einmal geschwind in den Laden, um zu schauen, ob alles in Ordnung ist.
Als er nun aber gehen wollte, rief er den Namen des Welpen, aber sie hörte nicht!
Er versuchte sie einzufangen, doch die Hündin hielt das ganze für ein Spiel und so rannte sie immer wieder weg, sobald mein Vater zu nahe kam.
Mein Vater überlegte was er nun machen könnte und er kam auf die Idee, sich einfach schlafend zu stellen.

Er legte sich auf den Boden und tat so, als ob er schlafen würde. Er wartete und wartete,
doch der Welpe kam nicht, und irgendwann ist mein Vater tatsächlich eingeschlafen.
Viel später wachte mein Vater wieder auf und neben ihm schlief der Welpe! Beide gingen endlich nach oben in die Wohnung, doch es war schon spät und ich war im Bett.

Da es wirklich schon sehr spät war ging auch mein Vater auch zu Bett. Vorher aber, legte er die Decke und die Spielsachen, die er von der Züchterin mitgebracht hatte, ins Bad.
Der Welpe legte sich brav auf die Decke und schlief ein.

Lange konnte mein Vater nicht schlafen, denn plötzlich fing der Welpe an zu heulen und zu wimmern.
So bald mein Vater im Bad war hörte sie auf zu heulen, aber wenn er sich dann wieder hinlegte um zu schlafen, fing sie wieder an zu heulen. Schließlich nahm mein Vater sein Kopfkissen und seine Decke mit und legte sich in die Badewanne.
Endlich war Ruhe .

Am nächsten Morgen hatte mein Vater fürchterliche Kreuzschmerzen. Ihm tat alles weh.
Beim Frühstück stellte er uns den Welpen vor. Als wir aber den Namen hörten,
sagten wir: "Der passt aber nicht! Wie ist es mit dem Namen von Baggi ?".
Da dieser Name uns noch immer so gut gefallen hat und wir Baggi eins auch nicht vergessen wollten, waren wir uns schnell einig, dass "Eveline" nun "Baggi" ( Baggi, die "Zweite ) heißen sollte .

3. Der Hundebiss, oder die verpatzten Reiterferien!

So langsam wurde es Herbst und die Herbstferien rückten näher.
In den Herbstferien wollte ich mit meiner Cousine Claudia in die Reiterferien gehen.

Aber es lief ganz anders ab als geplant .

Am letzten Schultag ging ich wie immer mit Baggi in der Lindenallee spazieren.
Von weitem sah ich einen Schäferhund. Ich kannte diesen Hund und wusste,
dass er Hund auf jeden anderen Hund los geht. Egal, ob Weibchen oder Rüde.
Ich nahm ich Baggi an die Leine und schaute, ob der Schäferhund auch an der Leine war. Der Schäferhund war zwar angeleint,
riss, zog, zerrte und knurrte aber wie wild.
Ich nahm Baggi sehr kurz und ging auf die Seite, so dass die Frau mit ihrem Hund an mir vorbeilaufen konnte.
Die Frau sagte: "Keine Angst, der macht nichts!" Ich dachte nur, dass der "nichts" macht, das glaube ich nicht.
Der Hund war immer in seinem Hundezwinger eingesperrt, immer an der Leine,
durfte nie mit anderen Hunden spielen und wurde sehr scharf erzogen.
" Wenn das mal gut geht !", dachte ich.
In der Zwischenzeit sind die beiden uns sehr nahe gekommen.
Ich nahm Baggi noch kürzer, nahm die Leine in beide Händen und ein Fuß nach vorne
so dass ich Baggi gut halten konnte. Ich merkte wie sich die Haare von Baggi nach oben stellten und
auch zu knurren anfing. Die Frau lief an mir vorbei, ließ ihren Hund an der langen Leine, als
Plötzlich und nicht unerwartet, der Schäferhund einen Satz auf uns zu machte und nach uns schnappen wollte.

Ich hatte große Mühe Baggi festzuhalten, spürte einen schrecklichen, stechenden Schmerz im linken Fuß.
Die Frau ist einfach weitergelaufen.
Als beide, Frau und Hund, weit weg waren, ließ ich Baggi wieder von der Leine.
Statt aber zu spielen, schnüffeln oder zu springen, lief Baggi neben mir her, bis wir zu Hause waren.
Zu Hause angekommen, sah uns mein Vater und schüttelte den Kopf und fragte, ob was passiert ist.
Er sah, das Baggi neben mir läuft und ich ganz verheulte Augen hatte. Ich erzählte Vater was passiert ist.
Mein Vater hörte sich alles an und schickte mich dann in unser Haus zu meiner Mutter.
Während ich auch meiner Mutter alles erzählte was passiert ist, versorgte er in der Zwischenzeit Baggi. Mein Fuß war geschwollen und tat schrecklich weh.
Wir gingen zum Arzt und der sagte, dass ich den Fuß schonen muss.
Die Reiterferien konnte ich nun vergessen.

4. Die Ameisen

Es war an einem Samstag morgen, als ich mit Baggi spazieren ging.
Wir gingen in der Platanenallee spazieren, als plötzlich Baggi verschwunden war.
Ich rief nach Baggi, aber es kam keine Baggi.
Als ich so da stand und überlegte, hörte ich plötzlich ein Geräusch.
Ich lauschte und ging dem Geräusch nach.
Als ich sah was geschehen war, bekam ich Angst, denn Baggi saß in einem Rohr.

Ich hatte die Befürchtung, dass Baggi nicht mehr raus kam und ich rief sehr laut:
"Baggi !, Baggi !, komm her, hier her!"
Und Baggi kam. Ich war so froh das ich sie streichelte und sagte:" Komm, wir gehen weiter.
Aber wir kamen nicht sehr weit den Baggi setzte sich dauernd hin und kratze sich.
Als ich nachschaute, warum Baggi sich dauernd kratze, sah ich viele,viele,viele Armeisen auf ihr rumlaufen.
So schnell es ging, bin ich mit ihr nach Hause gelaufen und badete Baggi ,
bis ich keine Ameise mehr sah.
Baggi konnte das Baden absolut nicht leiden. Jedes mal, wenn ich sie fertig gebadet hatte,
kam sie ganz dicht an mich heran und erst dann schüttelt sie sich so, dass ich auch nass geworden bin.

5. Auf dem Eis

Es war Winter geworden und ich ging an einem Samstagmorgen mit Baggi spazieren.
Als wir in der Platanenallee angekommen waren, sprang Baggi aufgeregt hinter irgend etwas her.
Ich sah, das es ein Eichhörnchen war, dachte mir nichts dabei denn daneben stand ein Baum und nahm an,
dass das Eichhörnchen so flink ist und auf den Baum hochspringt. Doch diese Annahme war falsch,
denn das flinke Eichhörnchen rannte über den Neckar.
Der Neckar war zugefroren aber nicht so, dass man darauf laufen konnte.
Als Baggi sah, dass das Eichhörnchen auf das Eis gesprungen war, machte Baggi erst vorsichtig ein zwei Schritte,
bis sie merkte, dass das Eis am Ufer hart war. So nahm sie Anlauf und rannte los!
Plötzlich machte es platsch und Baggi war eingebrochen, ich lief so schnell ich konnte zu Baggi und schrie:

"Baggi ! , Baggi komm her zu mir!"
Ich sah das Baggi sich anstrengte aber immer wieder mit ihren Vorderpfoten abrutschte und ohne
Hilfe nicht mehr alleine heraus konnte.
So ging ich ganz vorsichtig auf das Eis, legte mich auf den Bauch und rutschte ganz langsam zu ihr hin.
Ich packte sie am Kragen und versuchte, sie herauszuziehen, was mir leider nicht glückte,
denn statt das ich sie herauszog, rutschte ich weiter nach vorn und ehe ich mich versah,
landete ich im eiskalten Wasser.
Erst probierte ich es alleine wieder herauszukommen doch ich rutschte immer wieder zurück.
Als ich merkte, dass ich ohne Hilfe nicht wieder heraus kam, fing ich an um "Hilfe" zu schreien,
so laut ich konnte.
"Hilfe, Hilfe!" Baggi fing an zu jaulen :" Wauuuuuuuu, Wauuuuuuuuuuuuuu!"

Irgendwann sah ich zwei Männer mit einem sehr dicken Seil, einer von ihnen rief mir zu:
"Fang das Seil und halte dich fest!" Als er mir das Seil zu warf, griff ich mit der linken Hand
danach und hielt mich fest, so fest ich konnte.
Mit der rechten Hand hielt ich Baggi am Nacken fest. Der eine Mann schrie: "Lass den Hund los, den holt die Feuerwehr !"
Da ich aber kein Martinshorn der Feuerwehr gehört hatte und ich Baggi nicht alleine lassen wollte, hielt ich sie noch fester.
Aus einer anderen Richtung hörte ich eine andere Männerstimme, die rief: "Lass den Hund los, wir holen ihn !"

Ich drehte meinen Kopf in die Richtung und sah das ein Boot von der Feuerwehr im Wasser war, aber ich lies nicht los!
So zogen die zwei Männer mich und Baggi aus dem eiskalten Fluss.
Ich wurde mit einer sehr starken Unterkühlung ins Krankenhaus gebracht .

 

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