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Freiwilliger Polizeidienst Berlin
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21.08.2002
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21.08.2002: Bärensaal - altes Stadthaus Berlin (Mitte): Der schwärzeste Tag in der Geschichte der FPR und des FP!
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Ein schöner Sommertag, doch das tragische Ende wird eingeläutet. Der Kniefall der Demokratie vor der PDS, die ihre ideologischen Vorbehalte durchsetzen konnte!
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Verabschiedung der Angehörigen im Freiwilligen Polizeidienst durch den Senator für Inneres
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Der Senator für Inneres, Erhart Körting, verabschiedete am 21.08. im Bärensaal des alten Stadthauses, die Angehörigen des Freiwilligen Polizeidienstes. Der FP wurde durch Senatsbeschluss im Juli 2002 aufgelöst.
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Mehr Freiwillige als erwartet, folgten der Einladung des Senators nach Berlin Mitte.
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Schon vor Beginn der Veranstaltung gab es heftigen Beifall, als der ehemalige Reg. Bürgermeister Diepgen den Saal betrat. Diepgen war selber Angehöriger der Frw. Polizeireserve und besuchte als Gast die Veranstaltung.
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(Foto rechts: Der ehemalige Regierende Bürgermeister von Berlin, Eberhard Diepgen)
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Eine Gruppe des Polizeiorchesters Berlin, sorgte mit recht ernster Musik für den musikalischen Rahmen der “feierlichen” Verabschiedung.
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Das weltweit bekannte Berliner Polizeiorchester, ein Sympathieträger der Polizei und Berlins, soll ebenfalls abgeschafft werden.
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(Foto rechts: E.Körting, Senator für Inneres in Berlin)
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Die eigentliche Verabschiedung folgte dann nach einem musikalischen Auftakt. Der Senator für Inneres würdigte zunächst die Verdieneste und das Engagement der 560 Mitarbeiter.
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Als er dann aber begründen wollte, warum der FP aufgelöst wurde, gab es Pfiffe und “Buh” Rufe durch die versammelten Teilnehmer. Körtig begründete die Auflösung damit, eine “moderne” Hauptstadtpolizei schaffen zu müssen, bei der hoheitliche Aufgaben nur noch von voll ausgebildeten Beamten wahrgenommen werden sollen.
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Der Sprecher der Freiwilligen, Michael Soppa, entgegnete dann in seiner Rede, dass ja auch die Angestellten in der Gefangenenbewachung, der Verkehrsüberwachung, sowie der Angestellten im Objektschutz, auch keine ausgebildeten Beamten sind und auch nur wenige Wochen ausgebildet werden (die erste Fortbildung erfolgt nach 10 Jahren, Anm. d. Redaktion). Dem Innensenator wurde ein “Kniefall vor der PDS” vorgeworfen.
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Soppa hat dann auch das hohe Niveau der Leistungsbereitschaft und das Engagement hervorgehoben. “Insbesondere”, so Soppa, “ist ervorzuheben, dass im Anschluss an den 11.September 2001, 30x mehr Einsatzstunden geleistet wurden, als gewöhnlich. Dabei verzichteten viele Freiwillige auch auf ihr Aufwandsentschädigung”. Er forderte massiv dazu auf, den Freiwilligen Polizeidienst zu erhalten.
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Der neue Polizeipräsident von Berlin, Dieter Glietsch, übermittelte den Freiwilligen die “besondere Wertschätzung der Polizei”. Wurden im Durchschnitt 228 Einsätze geleistet, so erhöhte sich diese Anzahl im Anschluß an den 11.Septmeber auf 483. Seiner Statistik nach, gliederte sich die Aufgabenverteilung in 2001 wie folgt: 36% Verkehrsüberwachung, 27% Streifendienst, 18% Objektschutz, 10% sonst. Veranstaltungen, 8% Streifen in
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Grünanlagen, 1% Kurierfahrten. Ferner rekapitulierte er, dass durch die verschiedenen Berufsgruppen die beim FP vertreten sind, sich ein Querschnitt durch die Bevölkerung von Berlin ergibt. 11% der Angehörigen im FP sind Frauen. Wie der Pol.-Präs. ausführte, waren auch in NRW Überlegungen im Gange, einen FP zu schaffen. Doch kam man dort zu der gleichen Ansicht, wie der Berliner Innensenator.
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Foto rechts: Stiller Protest eines Angehörigen des FP.
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Foto links: Ein Ausbilder und Sachbearbeiter für den FP (Direktion 4) im SFB Interview
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Neben zahlreichen Medienvertretern, waren als Gäste auch Vertreter der Deutschen Polizeigewerkschaft anwesend, die seinerseits den Freiwlligen die Möglichkeit verschaffte, Mitglied in dieser Standesvertretung zu werden, sowie der innenpolitische Sprecher der CDU Fraktion im Abgeordnetenhaus, Roland Gewalt. Dem Senator für Inneres wurde am Schluß der Veranstaltung eine Unterschriftensammlung übergeben, die sich gegen die Auflösung des FP richtet. Zahlreiche Bürger hatten sich daran beteiligt.
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